Wie ist das Mieten zu beurteilen, das mit dem Kauf der Ware endet (Mietkauf)?

Frage:

Wie ist das Mieten zu beurteilen, das mit dem Kauf der Ware endet (Mietkauf)?

 

 

Antwort:

Zunächst müssen wir wissen, wie ein Mietkauf konstruiert ist, weil meines Erachtens die Menschen unterschiedliche Vorstellungen darüber haben. Die erste Variante sieht so aus, dass der Eigentümer dem Mieter das Auto für drei Jahre vermietet. Die Rate wird entweder monatlich oder jährlich gezahlt. Wenn die Laufzeit endet, hat der Vermieter die Raten erhalten und der Mieter nutzte das Auto gemäß den vertraglichen Bestimmungen. Nun steht es dem Mieter frei, das Auto zu seinem ursprünglichen Wert zu erwerben und nicht zu dem aktuellen Wert, oder das Auto nicht zu erwerben. Das ist meines Erachtens problemlos und daran ist nichts auszusetzen. Denn wenn die Laufzeit beendet ist, dann handelte es sich um einen klaren erlaubten Mietvertrag mit einem Vermieter und einem Mieter.

Die zweite Variante sieht so aus, dass der Händler sagt: „Ich verkaufe dir das Auto jetzt und vermiete es dir für drei Jahre. Wenn die Mietzeit endet, zahlst du mir den bei Vertragsschluss vereinbarten Verkaufspreis.“ Das ist nicht erlaubt und niemand, der auch nur einen Funken vom Fiqh versteht, würde sagen, dass eine solche Vorgehensweise erlaubt ist, weil das Zusammenlegen zweier widersprüchlicher Haftungen verboten ist. Zudem sagen einige Gelehrte, dass das Zusammenlegen zweier Verträge in einen Vertrag verboten ist, weil dies unter der verbotenen Form zwei Verkäufe in einem Kauf Prinzip einzuordnen ist.

[Muhammad ibn Sālih al-ʿUthaymīn, Vortragsreihe Band II]

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