Sind Islamstudenten entschuldigt wenn sie die ʿAqīdah einer Rechtsschule erlernen, die nicht von den Salaf as-Sālih ist?

Frage:

Sind Islamstudenten (Tulāb al-ʿilm) davon entschuldigt, wenn sie die Glaubenslehre (ʿAqīdah) einer Rechtsschule erlernen, die nicht die Glaubenslehre (ʿAqīdah) der rechtschaffenen Altvordern (as-salaf as-Sālih) ist und sie sich damit zu entschuldigen versuchen, dass der Gelehrte oder Imām soundso ja diese Glaubenslehre (ʿAqīdah) selbst verinnerliche?

 

 

Antwort:

Dies stellt keine Entschuldigung dar für jemanden, welchen die Wahrheit erreichte. Es wird nämlich seine Pflicht die Wahrheit zu befolgen und da spielt es keine Rolle, wo man sich befindet. Und es ist solange die Pflicht nach der Wahrheit zu streben, bis sie klar und deutlich erkennbar wird. Und die Wahrheit wird – wobei alles Lob Allāh gebührt – leuchtend und klar für denjenigen, dessen Absicht rein ist und seine Methodologie des Islamverständnisses (Manhadsch) verbessert, so sagt Allāh, der Allmächtige und Glorreiche, in Seinem Buch: „Und Wir haben den Qurʾān ja leicht zum Bedenken gemacht. Aber gibt es jemanden, der bedenkt?“ [Qurʾān 54:17]

Einige Leute haben nun mal, so wie der fragende Bruder bereits erwähnte, Anhänger und Verehrer, welche nicht im Geringsten dazu bereit sind, ihre Ansichten zu ändern und dies obwohl ihr Kopf regelrecht durchlöchert wurde damit, dass ihre Ansicht entweder schwach oder falsch sind. Jedoch gibt es den Fanatismus (Engstirnigkeit) und die eigenen Neigungen, welche sie dazu verleiten, ihrem Vorreiter (Imām, Gelehrte) zuzustimmen, ja selbst wenn ihnen die Rechtleitung deutlich wurde.

[Muhammad ibn Sālih al-ʿUthaymīn, Kitāb al-ʿIlm, Frage Nr. 1]

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