Meine nicht betende Großmutter sprach das Glaubensbekenntnis (Shahādah) vor ihrem Tod. Darf ich für sie Bittgebete verrichten?

Frage:

Meine Großmutter ist an Corona gestorben. Sie hat aber nicht gebetet, aber trotzdem hatte sie die Shahāda vor dem Tod gesagt und hatte auch geschwitzt und ist dann gestorben. Ist es mir erlaubt für sie Duʿāʾ zu machen, obwohl sie nicht gebetet hat, oder besser gesagt, sie hat vielleicht 98% nicht gebetet.

 

 

Antwort:

Wahrlich, wir gehören Allāh und zu Ihm ist die Rückkehr und wir bitte Allāh den Erhabenen euch in eurer Heimsuchung viel Geduld zu geben und wir bitten Allāh den Allmächtigen die Shahāda deiner geehrten Großmutter anzunehmen und sie in das Paradies einhergehen zulassen, sowie Allāh uns über Seinen Gesandten ﷺ wissen ließ, da er ﷺ sagte: “Wessen letzte Worte ‘lā ilāha illa Allāh’ waren, kommt ins Paradies” (Abū Dāwūd, sahīh)

Aufgrund dieser Aussage des Propheten Muhammad ﷺ und der Tatsache, dass Allāh deiner Großmutter diese wertvollen und gewaltigen Worte auf die Zunge legte und niemand sonst hätte ihr dieses gewähren können, wenn Allāh der Erhabene es ihr nicht erlaubt hätte, gehen wir davon aus, dass sie in schā’ Allāh zu den Paradiesbewohnern zählen wird. Natürlich darfst du für sie Bittgebete sprechen, da sie eine Muslima ist und ihre Shahāda für uns ausreicht, um das zu bezeugen.Die Sache ist nun bei Allāh und Allāh weiß es besser.

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