Eine konvertierte Schwester wird von ihrem alevitischen Vater geschlagen, wenn er sie beten sieht. Darf sie sich auf der Toilette verstecken und dort beten?

Frage:

Eine Schwester ist konvertiert, sie ist 15 und wird von ihrem Vater geschlagen, wenn sie betet. Sie darf auch keine Kopftücher anziehen und hat zuhause auch keine. Die Familie sind Aleviten. Die Schwester fragt, ob sie in der Toilette beten kann. Der Vater droht ihr, sie rauszuschmeißen, wenn er sie beten sieht. Und die zweite Frage ist, sie hat die Kleidung nicht, um die ʿAurah zu bedecken, darf sie trotzdem beten?

 

 

Antwort:

Möge Allāh dich segnen. Es gilt der Grundsatz: “so fürchtet Allāh, so gut ihr könnt” und es besteht kein Zweifel, dass hier gemäß dieser Beschreibung ein Ausnahmezustand und deswegen eine Notwendigkeit herrscht. Die Schwester – möge Allāh ihren Imān festigen und vor Anfeindungen bewahren – hat keinerlei Möglichkeiten, außer an Orten zu beten, wo sie in Sicherheit ist. Leider sind das Orte an denen man nicht beten dürfte, aber wegen ihrer Situation ist sie dazu gezwungen und wir bitte Allāh um Vergebung. Sie soll versuchen sich, so weit es geht, vom Abort zu entfernen, also da, wo man sein Geschäft verrichtet und dann beten. Wenn Sie keine Kleidung findet, um ihre ʿAurah zu bedecken, darf sie mit der Kleidung beten, die ihr zur Verfügung steht. Auch hier soll sie versuchen, was in ihrer Macht steht, und wenn keine Möglichkeit vorhanden ist, kann sie auch unbedeckt beten.

Wir bitten Allāh ihre Angelegenheiten zu erleichtern und ihr aus ihrer Prüfung einen Ausweg zu gewähren. Doch Allāh weiß es besser.

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