Eine Frau und ihr Sohn waren von den Rāfidha und sind zum Islam konvertiert. Ihr Mann ist Kafir geblieben. Was soll und kann die Mutter nun tun?

Frage:

Eine Frau und ihr Sohn waren von den Rafidha und sind zum Islam konvertiert. Ihr Mann ist Kafir geblieben. Was soll und kann die Mutter nun tun?

 

 

Antwort:

Die Situation sieht folgendermaßen aus: Da der Mann Kafir geblieben ist und eine muslimische Frau keinen Mann der Kafir ist heiraten darf, ist die Ehe nicht gültig und es gibt keinen gültigen Ehevertrag. Bleibt die Frau weiterhin mit diesem Mann zusammen, würde sie in Unzucht (Zina) leben.

Daher muss die Frau entscheiden, entweder bringt sie den Mann dazu den Islam anzunehmen, dann können sie weiter ihr Leben gemeinsam bestreiten oder sie verlässt ihn. So wäre die korrekte islamische Vorgehensweise. Aber, was ist wenn die Frau sagt, dass sie bei Ihrem Mann bleiben möchte und bereit wäre dafür den Islam wieder zu verlassen?

In diesem Fall wählt man das kleinere Übel und lässt sie zusammen mit dem Mann bleiben, auch wenn es verboten ist, jedoch besser als wenn sie wieder zur Kāfira wird. Hier liegt die Priorität im Islam und der soll bewahrt werden. Ein Mensch, der ohne Islam stirbt, kommt für alle Ewigkeit in die Hölle, während ein Mensch, der mit Islam und großen Sünden stirbt, nach seiner Abrechnung das Anrecht auf das Einhergehen in das Paradies hat. Deswegen darf man auf diese neu konvertierte Schwester keinen großen Druck ausüben. Wenn der Glaube (Imān) sich in ihrem Herzen gefestigt hat, wird sie von ganz alleine davon absehen und eine Abscheu gegenüber dem Kuffr des Mannes bekommen. Wir bitte Allāh darum ihr Herz zu festigen und Allāh weiß es besser.

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